Der Start in das neue Jahr ist dem PSV Neustrelitz misslungen. Beim FC Schüttorf unterlagen die Residenzstädter trotz einer über weiten Strecke soliden Leistung mit 0:3.

Autor: Jesco Genzmer, Bild: Wencke Hinterschuster

In der Vechtesporthalle präsentierte sich der PSV von Beginn an mutig und auf Augenhöhe mit dem aktuellen Tabellenführer der Nord-Staffel. In allen drei Durchgängen hielten die Neustrelitzer das Spiel offen, konnten sich jedoch in den entscheidenden Phasen nicht belohnen. Besonders die knappen Satzergebnisse spiegelten wider, dass für die Residenzstädter mehr drin gewesen wäre.

„Es ist natürlich enttäuschend, weil wir gezeigt haben, dass wir mithalten können. In diesem Spiel war definitiv mehr möglich“, erklärte Außenangreifer Jesco Genzmer nach der Begegnung. Bereits im ersten Satz hatte der PSV mehrfach die Chance, sich abzusetzen, ließ jedoch durch kleinere Unkonzentriertheiten wichtige Punkte liegen. Ähnlich verlief auch der zweite Durchgang, in dem Schüttorf vor allem in der Crunchtime die besseren Lösungen fand.

Der dritte Satz entwickelte sich schließlich zum offenen Schlagabtausch. Neustrelitz wehrte sich mit viel Einsatz, musste sich am Ende aber erneut knapp geschlagen geben. „Wir sind oft dem Spiel hinterhergelaufen. Schüttorf war in den entscheidenden Momenten einfach einen Schritt cleverer“, analysierte Genzmer.

Trotz der Niederlage konnte der PSV wichtige Erkenntnisse aus dem Duell mit dem Spitzenreiter mitnehmen. Die Leistung machte deutlich, dass das Team auch gegen die Topmannschaften der Liga konkurrenzfähig sein kann, wenn die Konstanz über alle Phasen hinweg stimmt.

Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht, denn bereits am kommenden Spieltag wartet mit den MLL Volleys Köln der direkte Tabellennachbar. Die Rheinländer reisen in die Strelitzhalle, wo der PSV auf lautstarke Unterstützung der eigenen Fans hofft. „Zu Hause wollen wir wieder punkten und zeigen, dass wir aus Schüttorf gelernt haben“, blickte Genzmer voraus. Das Duell verspricht Spannung, schließlich geht es für beide Teams um wichtige Zähler im engen Tabellenmittelfeld.