Trotz einer Führung muss sich der Neustrelitzer Zweitligist gegen Köln noch geschlagen geben – schon zum zweiten Mal in der Volleyball-Saison.

Autor: Matthias Schütt, Bild: Wencke Hinterschuster

So hatten sich die Volleyballer von Zweitligist PSV Neustrelitz das erste Heimspiel im neuen Jahr sicherlich nicht vorgestellt. Nach einem schwachen Auftritt mussten sich die Residenzstädter in der Strelitzhalle vor rund 400 Zuschauern gegen MLK Volleys Köln mit 1:3 (25:19, 18:25, 24:26, 17:25) geschlagen geben.

„Nach dem ersten Satz haben wir gehofft, dass wir das Ding nach Hause bringen. Köln wurde dann immer besser und wir konnten unser Spiel nicht mehr durchbringen“, sagte PSV-Teammanager Marc Lessing.

PSV fehlt die Flexibilität im Spiel

Vor allem die Art und Weise der Niederlage sorgte für enttäuschte Gesichter bei den Neustrelitzern. „Es war ein emotional schwieriges Spiel, weil wir schon zum zweiten Mal in dieser Saison gegen diesen Gegner schlecht ausgesehen haben. Uns fehlt die Flexibilität“, erklärte PSV-Kapitän Paul Sprung, der seine Mannschaft unmittelbar nach Spielende zum Gespräch in die Kabine bat.

Nach mehreren Minuten kam das Team dann erst wieder auf das Hallenparkett zurück – eine eher unübliche Aktion bei den Mecklenburgern. „Wir haben uns als Team zusammengesetzt, ohne Einflüsse von außen, und haben als Männer gesprochen, auch um Spannungen zu lösen“, sagte er.

Gastgeber erwischen besseren Start

Im Duell der bis dato Tabellennachbarn erwischen die Gastgeber, die das Hinspiel ebenfalls mit 1:3 verloren hatten, den besseren Start. In Durchgang eins zogen die Neustrelitzer schnell weg, führten komfortabel – der Satz schien entschieden. Doch die Kölner verkürzten Punkt um Punkt. Der PSV zog den Kopf aber doch noch einmal aus der Schlinge und holte Abschnitt eins mit 25:19. „Schon da kam nicht so viel von uns. Der Gegner hat dann umgestellt und wir fallen in ein Loch“, erklärte Sprung.

Auch in Durchgang zwei gingen die Hausherren zunächst in Führung. Beim Stand von 14:14 zogen die Kölner, begünstigt durch einen schwachen Angriff der Gastgeber, auf 21:16 davon und sicherten sich den Satz mit 25:18. Damit sollte das Momentum in Richtung der Gäste kippen, auch wenn die Neustrelitzer in Durchgang drei beim Stand von 24:23 einen Satzball hatten. Den konnte das MV-Team jedoch nicht nutzen.

Dritter Satz als KnackpunktStattdessen drehten die Kölner den Satz, gewannen 27:25. „Das war schon ein Knackpunkt im Spiel“, sagte Lessing. Dies sollte bei den Gastgebern, die auf Tabellenplatz zehn abrutschten, Spuren hinterlassen. Die Neustrelitzer fanden in Durchgang vier überhaupt nicht mehr in die Partie, verloren deutlich mit 17:25 ab.