Am Samstag gastiert der PSV Neustrelitz um 19:30 Uhr beim Moerser SC. Auch wenn der Gastgeber Tabellenletzter ist, wartet nach zuletzt aufsteigender Formkurve ein hartes Stück Arbeit auf die Residenzstädter.
Autor: Jesco Genzmer, Bild: FotoFin
Wenn der PSV Neustrelitz am Samstagabend im ENNI Sportpark Rheinkamp aufschlägt, treffen sie auf einen Gegner, der sich noch nicht abgeschrieben hat. Der Moerser SC steht zwar am Tabellenende, doch die jüngsten Auftritte zeigen klar nach oben. Besonders das letzte Heimspiel gegen Schüttorf, das erst im Tie-Break knapp verloren ging, unterstreicht die Entwicklung der Gastgeber.
PSV-Trainer Bartolone warnt daher vor Überheblichkeit: „Moers steht unten drin, aber sie spielen aktuell deutlich stabiler als es der Tabellenplatz aussagt. Gerade zu Hause gehen sie volles Risiko. Ihr Neuzugang auf Diagonal schlägt komplett ein. Wir müssen von Beginn an hellwach sein.“
Mit Selbstvertrauen reist der PSV dennoch an. Im vergangenen Heimspiel setzten sich die Neustrelitzer mit 3:1 gegen den Kieler TV durch und festigten damit Rang acht in der Tabelle. Eine Position, die im Saisonendspurt eine gute Ausgangslage bietet.
Außenangreifer Genzmer blickt optimistisch auf die Partie: „Der Sieg gegen Kiel hat uns gutgetan. Wir haben gesehen, was möglich ist, wenn wir konsequent unser Spiel durchziehen. Daran wollen wir in Moers anknüpfen. Jedoch werden uns dieses Mal nicht unsere eigenen Fans tragen können.“
Die Trainingswoche verlief allerdings nicht ganz reibungslos. Mehrere Spieler mussten krankheitsbedingt pausieren. „Wir hatten ein paar Ausfälle, das hat die Intensität im Training keineswegs beeinflusst“, so der Trainer. „Aber es sieht gut aus, dass am Wochenende wieder alle Optionen zur Verfügung stehen.“
In den verbleibenden fünf Saisonspielen geht es für die Neustrelitzer vor allem darum, den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Theoretisch ist auch der Blick nach oben noch erlaubt, der Abstand zu den Playoff Plätzen ist mit sechs Punkten gar nicht so groß, doch auch schon länger kein konkretes Ziel mehr. „Wir schauen nicht auf Rechenspiele“, betont Kapitän Sprung „Unser Fokus liegt darauf, so viele Punkte wie möglich zu holen.“
Das Restprogramm hat es dennoch in sich. Mit Münster, Aligse, Moers, dem Derby gegen Lindow und dem Duell mit den stark aufspielenden Mondorfern warten durchweg Gegner aus dem unteren Tabellendrittel, die allesamt um wichtige Punkte kämpfen.
Gerade deshalb dürfte die Aufgabe beim Moerser SC alles andere als ein Selbstläufer werden. Doch nach dem positiven Trend der vergangenen Wochen gilt für die Residenzstädter mit gutem Gefühl in den Spielen alles zu geben.
