Statt Klassenerhalt rutscht der Volleyball-Zweitligist aus Neustrelitz in Richtung Abstiegskampf. Ein richtungsweisendes Duell steht am nächsten Spieltag an.

Autor: Matthias Schütt (Nordkurier)

Diese Niederlage tat nicht nur in der Deutlichkeit weh. Im vorletzten Heimspiel der Saison 2025/26 unterlag Volleyball-Zweitligist PSV Neustrelitz in der Nord-Staffel den Volleys Aligse klar mit 0:3 (20:25,16:25,15:25) und verpasste damit die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt.

Elfte Saisonniederlage

PSV-Kapitän Paul Sprung zeigte sich nach der elften Niederlage im 18. Saisonspiel selbstkritisch: Man habe „überhaupt nicht ins Spiel gefunden“ und sei nicht stabil genug gewesen, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. „Normalerweise hat man ein, zwei Elemente, auf die man bauen kann. Heute haben wir dieses Element gesucht und nicht gefunden“, so Sprung. In Momenten des Aufbäumens habe Aligse jeweils „ein, zwei Sachen mehr“ geschafft, dann habe das Quäntchen Glück gefehlt und man sei „immer tiefer ins Loch“ gefallen.

Dabei konnten die Neustrelitzer Volleyballer in keinem der drei Sätze in der heimischen Strelitzhalle vor rund 460 Zuschauern wirklich überzeugen und standen schon nach 62 Spielminuten als Verlierer fest. „Der Auftritt ist unerklärlich. Wir sind mit einem guten Gefühl hineingegangen, konnten aber in keinem Element überzeugen. Aligse war bockstark“, sagte PSV-Teammanager Marc Lessing.

Schlüssel sind starke Aufschläge

Lediglich im ersten Abschnitt war es bis zum zwischenzeitlichen 11:11 ein offenes Duell, dann zog das Team aus Niedersachsen davon und nutzte den zweiten Satzball zum 25:20. In den folgenden beiden Abschnitten lagen die Gastgeber schnell mit 0:4 (Satz zwei) beziehungsweise 2:6 (Satz drei) hinten und fanden kaum ein Mittel gegen Aligse. „Wir haben Neustrelitz nicht ins Spiel kommen lassen. Der Schlüssel waren unsere starken Aufschläge“, bilanzierte Volleys-Trainer Stefan Urbanek.

In der Tabelle hat der PSV weiterhin 22 Punkte auf dem Konto, steht auf Rang neun. Auf die Abstiegszone sind es sechs Zähler Vorsprung. Doch die direkten Konkurrenten aus Kiel und Münster haben eine Partie weniger absolviert, könnten also bei entsprechenden Ergebnissen den Rückstand weiter verkürzen. Für die Neustrelitzer steht nun ein spielfreies Wochenende auf dem Programm, ehe das Auswärtsduell gegen Münster steigt.

Mit Blick auf das richtungsweisende Duell am 7. März gegen den Tabellenvorletzten bleibt Sprung gelassen. Der PSV habe in dieser Saison sowohl gegen den Tabellenletzten verloren als auch den Tabellenzweiten geschlagen. „Ich habe keine Sorge vor dem Abstiegskampf“, betonte der Neustrelitzer Kapitän. Rechnerisch sei vieles möglich, der äußere Druck gehöre dazu. In zwei Wochen gegen Münster wolle man „besser aussehen“ sowie stabiler auftreten – und drei Punkte für den Klassenerhalt holen!