Noch einmal geht es für den Neustrelitzer Zweitligisten um drei Punkte. Auf die Zuschauer wartet ein ganz besonderer Gegner.
Autor: Matthias Schütt (Nordkurier)
Es ist kein klassisches Derby – und doch fühlt sich das Duell wie eines an. Wenn der PSV Neustrelitz im Saisonfinale der 2. Bundesliga Nord am Samstag auf den brandenburgischen SV Lindow-Gransee (19 Uhr/Strelitzhalle) trifft, geht es wohl um mehr als nur drei Punkte.
Gerade einmal rund 30 Kilometer Luftlinie trennen beide Orte. Die Rivalität lebt vor allem von der Nähe, den Fans, der Atmosphäre und den Spielern, die sich kennen.
Beide Teams sind punktgleich
Sportlich ist die Ausgangslage klar: Der PSV geht als Tabellenachter ins letzte Spiel der Saison 2025/26, Lindow-Gransee als Zehnter. Beide Teams haben den Klassenerhalt sicher.

Zum Saisonfinale erwarten die PSV-Verantwortlichen noch einmal eine volle Strelitzhalle. (Foto: JZüge)
Es geht vor allem ums Prestige. „Das Spiel gegen Lindow ist immer besonders“, sagte PSV-Kapitän Paul Sprung: „Beide Seiten bringen ordentlich Unterstützung mit – das macht die Atmosphäre noch mal ein Stück besonderer als bei anderen Spielen.“
PSV verlor in der Vorwoche
Gerade weil es das Saisonfinale ist, bekommt die Partie eine zusätzliche emotionale Note. Während Lindow-Gransee zuletzt fünf Partien in Folge verlor, kassierte der PSV in der Vorwoche eine 0:3 (16:25, 20:25, 23:25)-Niederlage bei Tabellenführer TuS Mondorf.
Die beiden bisherigen Pflichtspiele gegen die Brandenburger in der aktuellen Serie gewannen die Residenzstädter – sowohl in der Meisterschaft als auch im DVV-Pokal. „Wir können nun frei aufspielen und unseren Sport genießen“, so Sprung – auch wenn ein Ziel bleibt: „Sportlich wollen wir die Saison natürlich vor unserem Derby-Gegner abschneiden.“
Ein Spieler wird verabschiedet
Dass es um mehr geht als um Tabellenplätze, unterstreicht PSV-Trainer Fabio Bartolone. Für ihn ist das Spiel vor allem emotional aufgeladen: Einige Spieler werden den Verein in der Sommerpause verlassen und verabschiedet. Zu ihnen gehört Johannes Mönnich.

Wird ein letztes Mal im PSV-Trikot auflaufen: Johannes Mönnich verlässt den Verein. (Foto: Wencke Hinterschuster)
„Es gibt viele Gründe, warum dieses Spiel besonders ist“, sagt Bartolone und hofft auf eine volle Halle am Glambecker See: „Unsere Fans waren immer da – auch in schwierigen Momenten. Jetzt wollen wir gemeinsam einen schönen Abschluss haben.“
Zusätzliche Programmpause
Auch abseits des Feldes soll der Abend für alle Beteiligten in Erinnerung bleiben. Teammanager Marc Lessing kündigte einen besonderen Rahmen an: Mit Unterstützung des Spieltags-Sponsors wird es eine zusätzliche Programmpause geben. „Wir wollen ein schönes Erfolgserlebnis im letzten Saisonspiel haben“, meinte Lessing.
