Im prestigeträchtigen Heimspiel gegen den SV Lindow-Gransee kassiert der Neustrelitzer Zweitligist eine klare Niederlage. Die neue Spielzeit wird vom Verein bereits geplant.

Autor: Matthias Schütt (Nordkurier), Bild: Wencke Hinterschuster

Am Ende sind dann alle guten Dinge scheinbar doch nicht drei. Nachdem die Zweitliga-Volleyballer des PSV Neustrelitz in der Saison 2025/26 den Kontrahenten vom SV Lindow-Gransee bereits einmal in der Meisterschaft (3:2) sowie im Pokalwettbewerb (3:2) bezwingen konnten, gab es im Saisonfinale nun eine Niederlage.

Vier Spieler verlassen den PSV

Im dritten Aufeinandertreffen in der aktuellen Serie verlor der PSV deutlich mit 0:3 (21:25, 23:25, 21:25) im prestigeträchtigen Match gegen den Kontrahenten aus Brandenburg. Besonders bitter: Der geblockte PSV-Angriff durch Johannes Mönnich im Matchball war die letzte Aktion des Diagonalangeifers, der den Verein nach vier Jahren verlässt. „Es wäre schon genial gewesen, hätten wir es noch mal geschafft und wären rangekommen. Wir hatten aber dennoch einen schönen Abschluss als Team“, sagte Mönnich, der sich nun erstmal eine Pause vom Volleyball nimmt.

Wie der PSV auf Nordkurier-Nachfrage erklärte, verlassen neben Mönnich auch Zuspieler Tom Orzelski sowie Außenangreifer Konstantin Holtstiege und Mittelblocker Christian Oehmichen den Verein. „Wir sind nicht erst seit jetzt in der Kaderplanung, befassen uns damit schon seit September“, erklärte PSV-Teammanager Marc Lessing. „Es ist jetzt die Zeit für einen Umbruch. Wir werden aber zur neuen Saison einen guten Mix im Kader haben.“

700 Fans sorgen für Saisonrekord

Im Saisonfinale gegen Lindow-Gransee „war es ein spannendes Match“, so Lessing. Sehr zur Freude der fast 700 Fans in der Neustrelitzer Strelitzhalle. Dies war für den PSV gleichzeitig Saisonrekord. Die Gäste aus Brandenburg erwischten jedoch den besseren Start in die Partie und erzielten zum Auftakt sieben Punkte in Serie.

Doch beim Stand von 12:12 konnten die Hausherren erstmalig ausgleichen, ehe sich bis zum 20:20 kein Team absetzen konnte. Danach erzielte jedoch der SVLG die Punkte und holte Satz eins mit 25:21.

In Abschnitt zwei gingen die Hausherren erstmalig beim 15:14 in Führung, hatten bis zum 23:22 gute Chancen auf den Satzgewinn. Doch wieder hatten die Brandenburger die passende Antwort parat, erzielten vier Punkte in Serie und siegten noch mit 25:23.

In Abschnitt drei verspielten die Hausherren beim Stand von 14:7 noch den komfortablen Vorsprung und mussten sich durch ein abschließendes 21:25 deutlich mit 0:3 geschlagen geben. „Wir hatten in der Saison schon zweimal zu Hause gegen den PSV verloren, wollten nun unbedingt einen versöhnlichen Abschluss. Wir haben ein starkes Spiel gemacht, waren konzentriert, haben alles reingehauen und wurden belohnt“, resümierte SVLG-Coach Björn Andrae.

PSV bleibt hinter den Erwartungen zurück

Mit insgesamt 25 Punkten, neun Siege und 13 Niederlagen stehen zu Buche, beendeten die Neustrelitzer die sechste Saison in Folge im deutschen Unterhaus auf Tabellenplatz zehn und blieben damit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nun gilt es an den richtigen Stellschrauben zu drehen, ehe im September die Spielzeit 2026/27 für den PSV beginnt – dann weiter mit Coach Fabio Bartolone an der Seitenlinie, aber einem veränderten Neustrelitzer Kader.