Für die Zweitliga-Volleyballer des PSV Neustrelitz steht am Samstag, den 17. Januar 2026, um 19 Uhr in der Strelitzhalle ein richtungsweisendes Spiel an. Mit den MLK Volleys Köln gastiert der direkte Tabellennachbar in der Residenzstadt – ein Duell, das für beide Teams im engen Mittelfeld der Nord-Staffel von großer Bedeutung ist.

Autor: Jesco Genzmer, Bild: Wencke Hinterschuster

Der PSV rangiert derzeit mit 15 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz, dicht gefolgt von den Kölnern, die mit der gleichen Punktzahl einen Rang dahinter liegen. Lediglich ein Sieg mehr trennt die Neustrelitzer aktuell vom kommenden Gegner. Umso klarer ist die Zielsetzung vor heimischer Kulisse: Drei Punkte sollen her, um sich weiter im Tabellenmittelfeld festzusetzen und den Abstand nach unten zu vergrößern.

Das Hinspiel in Köln endete aus Sicht des PSV mit einer 1:3-Niederlage. Damals mussten die Residenzstädter stark ersatzgeschwächt antreten, da zahlreiche Spieler krankheitsbedingt fehlten. „Auch unter diesen Umständen hätten wir mehr aus dem Spiel machen können“, hieß es rückblickend vom Trainer Fabio Bartolone. Umso größer ist nun die Motivation, es vor eigenem Publikum besser zu machen.

Personell sieht es für den PSV diesmal deutlich besser aus. Nach den Ausfällen in Schüttorf stehen am Samstag wieder alle möglichen Spieler zur Verfügung. Besonders positiv fiel zuletzt Erik Höhne auf, der den verletzten Fiete Kramer überzeugend vertrat. Zudem feierte Neuzugang Luca Knoblauch am vergangenen Wochenende sein Debüt im PSV-Trikot und wusste dabei mit mutigen Aktionen und hoher Einsatzbereitschaft auf sich aufmerksam zu machen.

„Wir haben alle Spieler wieder an Bord und können jetzt in Bestbesetzung auftreten“, betont Kapitän Paul Sprung. „Das gibt uns die Chance, das Hinspiel vergessen zu machen und vor eigenem Publikum die Punkte zu holen.“

Die MLK Volleys Köln hatten als Aufsteiger einen schwierigen Saisonstart, konnten sich dann aber mit einer beeindruckenden fünf Spiele umfassenden Siegesserie stabilisieren. In den letzten vier Partien mussten die Rheinländer jedoch wieder Niederlagen hinnehmen, was sie keineswegs zu unterschätzenden Gegnern macht. Die lange Anreise nach Neustrelitz könnte dem PSV zusätzlich zugutekommen, dennoch bleiben die Kölner ein solides Team, das immer für eine Überraschung gut ist.

Für den PSV stehen nun zwei Heimspiele in Folge auf dem Programm: Zunächst am Samstag gegen Köln, eine Woche später gegen die starken Jungs aus Essen, die die Neustrelitzer vor eine Herausforderung stellen werden.

„Wir wissen, dass Köln ein Team ist, das es jedem Gegner schwer machen kann“, ergänzt Sprung. „Aber wir werden unsere Chancen nutzen, konzentriert bleiben und alles investieren, um in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.“