Die Neustrelitzer stehen vor ihrer siebten Spielzeit in der 2. Bundesliga. Ein Trainingslager und Test gegen Warnemünde sind letzte Prüfsteine.

Autor: Matthias Schütt (Nordkurier)

Beim PSV Neustrelitz steigt die Vorfreude: Am 12. September beginnt für die Mannschaft die Saison 2026/27 in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord – und damit die siebte Spielzeit in Serie im deutschen Unterhaus. Nach Rang zehn in der vergangenen Saison soll nun mit einem deutlich verjüngten Kader der nächste Entwicklungsschritt folgen.

Eine neue Mannschaft formen

Bis zum ersten Aufschlag in der Strelitzhalle stehen für die Neustrelitzer noch intensive Tage an. Das erste Trainingslager liegt hinter dem PSV. Trainer Fabio Bartolone, der seit Sommer 2025 an der Seitenlinie steht, muss dabei eine Mannschaft mit zahlreichen neuen Gesichtern formen.

PSV-Coach Fabio Bartolone geht in seine zweite Saison in Neustrelitz. (Foto: Matthias Schütt)

Gleich sechs Spieler haben den PSV verlassen, entsprechend groß ist der Umbruch. „Der Transfermarkt hat gezeigt, dass Spieler mit großen Namen derzeit nur schwer zu finden sind. Deshalb starten wir mit einem sehr jungen Team und geben den Spielern die Möglichkeit, sich professionell weiterzuentwickeln“, sagt der Trainer.

Neuer Co-Trainer

Bartolone setzt bewusst auf Perspektive statt Erfahrung. Unterstützung bekommt er künftig von Mansour Zadon. Der neue Co-Trainer kommt aus Berlin nach Neustrelitz und soll insbesondere bei der individuellen Entwicklung der jungen Spieler eine wichtige Rolle übernehmen.

Neuer Co-Trainer beim PSV Neustrelitz: Mansour Zadon (Foto: ZVG)

„Mansour bringt all das mit, was wir für die Entwicklung unserer Spieler brauchen. Ihn zu überzeugen hat nicht lange gebraucht. Er war direkt überzeugt“, betont Teammanager Marc Lessing.

Sechs neue Spieler für den PSV

Insgesamt hat der PSV sechs Neuzugänge verpflichtet. Zwei davon sind den Neustrelitzer Anhängern bereits bekannt: Luca Knoblauch (18), Außenangreifer mit Doppelspielrecht beim SSC Schwerin, sowie Zuspieler Erik Höhne (19), der vom VCO Berlin kommt, sammelten schon in der vergangenen Spielzeit erste Erfahrungen im PSV-Trikot.

Neu hinzukommen Justus Raude (19, Außenangreifer/TSGL Schöneiche), Victor Dalgas (23, Außenangreifer/ASV Elite Aarhus), Arthur Ghabél (17, Mittelblocker/Berliner TSC) und Franc Miklus (18, Mittelblocker/ASD ŠZ Soča APD).

Für Talente interessanter machen

Der eingeschlagene Weg soll zugleich den Volleyballstandort Neustrelitz für junge Talente interessanter machen. Eine wichtige Grundlage dafür ist die Kooperation mit Bundesligist Berlin Recycling Volleys, die seit diesem Sommer Teil des Nachwuchskonzepts des PSV ist.

Alle Jugendaltersklassen abgedeckt

Auch bei den Jugendteams sowie den Damen- und Herrenmannschaften des PSV steht die neue Saison bevor. In der vergangenen Spielzeit konnte der Verein bereits einige Erfolge verzeichnen. Bei den Damen und Herren gehen Teams von der Landesklasse bis zur Verbandsliga an den Start.

Im Jugendbereich deckt der PSV bei Jungen und Mädchen mittlerweile alle Altersklassen von U12 bis U20 ab – ein Zeichen für die Entwicklung der Volleyballakademie.

Nach dem ersten Trainingslager Anfang August bleibt der Mannschaft bis zum Saisonstart nur noch einige Tage Zeit, sich einzuspielen und die Abläufe zu verfeinern. Ein zweites Trainingslager ist für das Wochenende in der heimischen Strelitzhalle angesetzt. Im Rahmen dessen steigt am Sonntag ab 15.30 Uhr die Generalprobe gegen Bundesligist SV Warnemünde.

Saisonauftakt gegen Vorjahresmeister Schüttorf

Auch abseits des Spielfeldes steht ein wichtiger Termin im Kalender. Im Oktober ist ein Sponsorenabend geplant. Denn auch in der Spielzeit 2026/27 ist der PSV auf seine Unterstützer angewiesen.

Ernst wird es schließlich am 12. September um 19 Uhr. Zum Auftakt der neuen Serie kommt mit dem FC Schüttorf 09 gleich ein namhafter Gegner in die Strelitzhalle. Die Niedersachsen waren in der vergangenen Saison Meister der Nord-Staffel und belegten anschließend Rang zwei in den Play-offs. Für den neu formierten PSV dürfte die Auftaktpartie gleich eine erste Standortbestimmung sein.