Der Neustrelitzer Zweitligist sah lange Zeit wie der Sieger im Auswärtsspiel aus, sammelte am Ende aber nur einen Zähler für den Klassenerhalt.
Autor: Matthias Schütt, Bild: Wencke Hinterschuster
Mit einem Punkt im Gepäck sind die Zweitliga-Volleyballer des PSV Neustrelitz vom Auswärtsspiel gegen den TSV Giesen Grizzlys II heimgekehrt. Am Ende der 113 Spielminuten stand eine bittere 2:3 (25:18, 25:17, 23:25, 18:25, 12:15)-Niederlage der Residenzstädter bei der Bundesliga-Reserve aus Niedersachsen zu Buche.
PSV dominiert zum Anfang
Dabei verspielte das MV-Team eine zwischenzeitliche 2:0-Satzführung und gab das sicher geglaubte Match noch aus der Hand. „Wir haben die ersten beiden Sätze dominiert. Mut und Wille haben gestimmt. Nach der zehnminütigen Pause ging dann in den anderen drei Sätzen aber nicht mehr viel“, resümierte PSV-Außenangreifer Jesco Genzmer. Dennoch sammelten die Neustrelitzer immerhin einen Punkt für den Klassenerhalt und haben nun als Tabellenachter 19 Zähler auf dem Konto.
In der Schacht-Arena trat das MV-Team, das zuvor eindrucksvoll den Tabellendritten VV Humann Essen mit 3:0 bezwungen hatte, voller Selbstvertrauen an. Dies sollte sich vor allem zu Beginn auszahlen. Denn schon in Satz eins dominierten die PSV-Volleyballer das Geschehen auf dem Hallenparkett, setzten sich schnell ab und nutzten den ersten Satzball zum 25:18. „Da hat im Angriff, Block und in der Abwehr alles gepasst“, so Genzmer.
Giesen dreht ab Satz drei auf
Auch im zweiten Abschnitt waren die Neustrelitzer voll auf der Höhe des Geschehens, machten wenig Fehler und siegten mit 25:17. Doch im folgenden Durchgang waren es die Hausherren, die besser ins Spiel fanden und den PSV permanent unter Druck setzten. Trotz eines zwischenzeitlichen 10:18-Rückstandes gaben die Gäste nicht auf, glichen sogar zum 20:20 aus. In dieser Phase hatten die Giesener allerdings eine Antwort parat, holten Satz drei mit 25:23 und verkürzten auf 1:2.
Nun lief bei den Neustrelitzern nicht mehr viel zusammen. Den Start in Satz vier verschlief der PSV, lag schnell mit 0:5 hinten. Davon sollten sich die Gäste nicht mehr erholen und gaben Abschnitt vier mit 18:25 ab. Im finalen Durchgang mobilisierte die personell geschwächte Mannschaft von PSV-Coach Fabio Bartolone noch einmal alles und ging sogar mit 6:3 in Führung.
PSV erwartet Kiel zum Heimspiel
Doch diesen Vorsprung verspielten die Neustrelitzer und Giesen nutzte den ersten Matchball zum 15:12. „Wir müssen an die ersten beiden Sätze anknüpfen, dann ist auch im Heimspiel gegen Kiel am Samstag etwas möglich“, so der PSV-Außenangreifer.